Firmenwagen9 Min. LesezeitAktualisiert 29. August 2026

Geldwerter Vorteil Firmenwagen: Firmenwagenrechner 2026

Wer einen Firmenwagen privat nutzen darf, versteuert diesen Vorteil als Arbeitslohn – den geldwerten Vorteil. Nach der 1-%-Regelung sind das monatlich 1 % des Bruttolistenpreises plus 0,03 % je Entfernungskilometer für den Arbeitsweg. Der Rechner stellt Ihr Netto mit und ohne Dienstwagen gegenüber – inklusive Sozialabgaben, die viele Rechner unterschlagen.

1,0 %
Privatnutzung / Monat
vom Bruttolistenpreis (§ 8 Abs. 2 EStG)
0,25 %
E-Auto bis 100.000 €
Viertelung (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG)
180 Tage
0,002-%-Einzelbewertung
Homeoffice-Trick / Jahr (BMF)

Brutto-Netto-Rechner mit Firmenwagen 2026

Bruttogehalt, Steuerklasse und die Eckdaten des Wagens eingeben – der Rechner stellt das Netto ohne und mit Firmenwagen gegenüber und zeigt, was der Dienstwagen unter dem Strich wirklich kostet. Gerechnet wird nach dem amtlichen Lohnsteuer-Programmablaufplan 2026, inklusive Sozialabgaben, Soli und Kirchensteuer.

Brutto-Netto-Rechner mit Firmenwagen 2026
Was bleibt netto – mit und ohne Dienstwagen?

Ohne Firmenwagen – der geldwerte Vorteil kommt unten dazu.

Steuerklasse

Neupreis laut Liste inkl. Sonderausstattung und Umsatzsteuer.

Antriebsart
30 km
15 Tage
Netto ohne Wagen
2.606
Netto mit Wagen
2.155
Der Firmenwagen kostet dich netto
451/ Monat
5.412 € pro Jahr – dafür brauchst du weder Anschaffung, Versicherung noch Wartung zu bezahlen.
Privatnutzung 500Arbeitsweg 450
Geldwerter Vorteil / Monat950 €
Steuerpflichtiges Brutto4.950 €
Mehr Lohnsteuer, Soli & Kirche+ 244 €
Mehr Sozialabgaben+ 207 €
Entfernungspauschale zurück / Jahr223 €
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Unverbindliche Schätzung nach dem Lohnsteuer-Programmablaufplan 2026 (§ 39b EStG) und der 1-%-Regelung (§ 8 Abs. 2 EStG). Annahmen: gesetzlich kranken- und pflegeversichert, rentenversicherungspflichtig, laufender Arbeitslohn ohne Freibeträge aus den ELStAM.

Was bleibt netto mit Firmenwagen?

Ein Firmenwagen wird nicht ausgezahlt, sondern versteuert. Der geldwerte Vorteil erhöht das steuer- und beitragspflichtige Brutto, ohne dass mehr Geld auf dem Konto landet. Das Netto sinkt also – und zwar um Lohnsteuer und Sozialabgaben.

So läuft die Rechnung in der Lohnabrechnung ab:

  1. Der geldwerte Vorteil wird zum Bruttogehalt addiert – im Beispiel 4.000 € + 950 € = 4.950 € steuerpflichtiges Brutto.
  2. Auf dieses erhöhte Brutto werden Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls Kirchensteuer und die vollen Sozialabgaben berechnet.
  3. Anschließend wird der geldwerte Vorteil wieder abgezogen, weil er ja nie als Geld geflossen ist. Übrig bleibt das Netto mit Firmenwagen.
Kurz gesagt
Die Differenz zwischen beiden Netto-Beträgen ist der Preis des Firmenwagens. Dafür entfallen Anschaffung, Versicherung, Wartung und meist auch der Sprit oder Strom – ein Dienstwagen lohnt sich fast immer, kostet aber mehr, als die reine Steuerrechnung vermuten lässt.

Zwei Stellschrauben verändern das Ergebnis besonders stark: die Steuerklasse – in Steuerklasse V kostet derselbe Wagen deutlich mehr als in Steuerklasse III – und die Beitragsbemessungsgrenze. Wer mit seinem Gehalt bereits darüber liegt, zahlt auf den geldwerten Vorteil keine zusätzlichen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge mehr. Der Ratgeber zur Entfernungspauschale zeigt, wie Sie einen Teil davon über die Steuererklärung zurückholen.

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Geldwerter Vorteil Firmenwagen: Definition und Berechnung

Wie hoch ist der geldwerte Vorteil beim Firmenwagen?
Der geldwerte Vorteil beträgt pro Monat 1 % des Bruttolistenpreises für die Privatnutzung plus 0,03 % je Entfernungskilometer für den Arbeitsweg (§ 8 Abs. 2 EStG). Beispiel: 50.000 € Bruttolistenpreis und 20 km Arbeitsweg ergeben 500 € + 300 € = 800 € im Monat, die als Arbeitslohn versteuert werden. Bei einem E-Auto sind es nur 200 €.

Stellt der Arbeitgeber einen Firmenwagen (auch Dienstwagen) zur Verfügung, den der Arbeitnehmer auch privat nutzen darf, ist dieser Nutzungsvorteil ein steuerpflichtiger geldwerter Vorteil. Er wird dem Bruttolohn zugerechnet und ganz normal über die Lohnabrechnung versteuert (§ 8 Abs. 2 EStG).

Für die Bewertung dieses Vorteils gibt es zwei Methoden: die pauschale 1-%-Regelung und das Fahrtenbuch. In beiden Fällen ist zwischen der reinen Privatnutzung und den Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (dem Arbeitsweg) zu unterscheiden.

Die 1-%-Regelung im Detail

Bei der 1-%-Regelung wird für die Privatnutzung monatlich 1 % des inländischen Bruttolistenpreises angesetzt – maßgeblich ist der Listenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung inklusive Sonderausstattung und Umsatzsteuer, abgerundet auf volle 100 € (§ 8 Abs. 2 Satz 2 i. V. m. § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG; R 8.1 Abs. 9 LStR).

Hinzu kommt der Arbeitsweg: 0,03 % des Bruttolistenpreises je Entfernungskilometer und Monat für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (§ 8 Abs. 2 Satz 3 EStG).

Rechenbeispiel: Verbrenner, 50.000 € Bruttolistenpreis, 30 km
Bruttolistenpreis (abgerundet)50.000 €
Privatnutzung: 1 % × 50.000 €500 €/Monat
Arbeitsweg: 0,03 % × 50.000 € × 30 km450 €/Monat
Geldwerter Vorteil gesamt950 €/Monat

Dieser geldwerte Vorteil von 950 €/Monat wird dem Bruttolohn zugerechnet – und zwar sowohl für die Lohnsteuer als auch für die Sozialabgaben. Bei 4.000 € Bruttogehalt in Steuerklasse I sieht die Abrechnung so aus:

Netto ohne Firmenwagen2.606 €/Monat
Steuerpflichtiges Brutto mit Wagen: 4.000 € + 950 €4.950 €
Mehr Lohnsteuer & Soli− 244 €/Monat
Mehr Sozialabgaben (RV, KV, PV, ALV)− 207 €/Monat
Netto mit Firmenwagen2.155 €/Monat
Der Firmenwagen kostet netto451 €/Monat
Der häufigste Rechenfehler
Viele Firmenwagen-Rechner multiplizieren den geldwerten Vorteil einfach mit dem Grenzsteuersatz und kommen so auf rund 330 € statt 451 €. Der Grund: Der geldwerte Vorteil ist auch sozialversicherungspflichtig. Solange das Gehalt unter den Beitragsbemessungsgrenzen liegt (2026: 69.750 € für Kranken- und Pflegeversicherung, 101.400 € für Renten- und Arbeitslosenversicherung), kommen rund 20 % Sozialabgaben obendrauf. Wer darüber verdient, zahlt auf den geldwerten Vorteil tatsächlich nur noch Steuern.

E-Auto & Hybrid: nur 0,25 % oder 0,5 %

Der größte Steuerhebel ist der Antrieb. Für reine Elektrofahrzeuge (0 g CO₂/km) wird der Bruttolistenpreis nur zu einem Viertel angesetzt – effektiv 0,25 % statt 1 % pro Monat –, sofern der Bruttolistenpreis 100.000 € nicht übersteigt (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 Nr. 3 EStG).

Für Plug-in-Hybride (und reine E-Autos über 100.000 €) wird der Bruttolistenpreis zur Hälfte angesetzt – effektiv 0,5 %. Hybride müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllen (u. a. Mindestreichweite oder CO₂-Grenze nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG).

Verbrenner

  • 1,0 % Privatnutzung / Monat
  • 0,03 % je km Arbeitsweg
  • Keine Preisgrenze

Reines E-Auto (bis 100.000 €)

  • Nur 0,25 % Privatnutzung / Monat
  • Arbeitsweg ebenfalls geviertelt
  • Geldwerter Vorteil ca. 75 % niedriger
Beispiel E-Auto vs. Verbrenner
Bei 50.000 € Bruttolistenpreis sinkt die Privatnutzung von 500 € (Verbrenner) auf 125 € pro Monat (E-Auto) – ein deutlich geringerer geldwerter Vorteil und damit spürbar weniger Steuer.

Arbeitsweg: 0,03 % versteuern – Pendlerpauschale trotzdem absetzen

Viele Firmenwagen-Nutzer wissen nicht: Obwohl der Arbeitsweg über die 0,03-%-Regel versteuert wird, darf in der Steuererklärung zusätzlich die Entfernungspauschale (Pendlerpauschale) als Werbungskosten abgesetzt werden. Beides schließt sich nicht aus.

Die Entfernungspauschale beträgt 2026 einheitlich 0,38 €/km ab dem ersten Kilometer (einfache Entfernung). Bei Nutzung des Firmenwagens gilt die sonst übliche Deckelung auf 4.500 € pro Jahr nicht (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG). Eingetragen wird sie in der Anlage N.

So rechnet es sich
30 km × 0,38 € × 220 Arbeitstage = 2.508 € Entfernungspauschale pro Jahr, die Sie als Werbungskosten geltend machen – zusätzlich zur versteuerten 0,03-%-Zurechnung. Bares Geld bringt allerdings nur der Teil oberhalb des Arbeitnehmer-Pauschbetrags von 1.230 €: Der steckt bereits im Lohnsteuerabzug. Von den 2.508 € wirken also 1.278 € zusätzlich – bei rund 27 % Grenzsteuersatz etwa 345 € Erstattung. Details im Ratgeber Fahrtkosten & Homeoffice-Pauschale →

Homeoffice-Trick: 0,03 % vs. 0,002 % Einzelbewertung

Die pauschale 0,03-%-Regel unterstellt, dass Sie an 15 Tagen pro Monat ins Büro fahren – unabhängig davon, wie oft Sie tatsächlich pendeln. Wer viel im Homeoffice arbeitet, zahlt damit oft zu viel.

Alternativ erlaubt die Einzelbewertung den Ansatz von 0,002 % des Bruttolistenpreises je Entfernungskilometer und tatsächlicher Fahrt zur ersten Tätigkeitsstätte. Sie ist auf 180 Fahrten pro Jahr begrenzt und lohnt sich bei weniger als 15 Bürotagen pro Monat (BMF-Schreiben vom 04.04.2018, BStBl I 2018 S. 592; vom 03.03.2022, BStBl I 2022 S. 232; R 8.1 Abs. 9 LStR). Voraussetzung: eine monatliche, datumsgenaue Aufstellung der Fahrten gegenüber dem Arbeitgeber.

Beispiel: 8 statt 15 Bürotage
Bei 50.000 € Bruttolistenpreis und 30 km kostet die Pauschale 450 €/Monat (0,03 % × 30 km). Mit Einzelbewertung an nur 8 Tagen: 0,002 % × 50.000 € × 30 km × 8 = 240 €/Monat – rund 210 € weniger geldwerter Vorteil pro Monat. Der Rechner oben zeigt Ihr persönliches Sparpotenzial.

Außendienst: Arbeitsweg gar nicht versteuern

Der 0,03-%-Zuschlag setzt eine erste Tätigkeitsstätte voraus – eine ortsfeste betriebliche Einrichtung, der Sie dauerhaft zugeordnet sind (§ 9 Abs. 4 EStG). Je Dienstverhältnis gibt es höchstens eine erste Tätigkeitsstätte.

Wer keine erste Tätigkeitsstätte hat – typischerweise im Außendienst mit ständig wechselnden Einsatzorten – versteuert nur die 1-%-Privatnutzung, nicht den Arbeitsweg. Die 0,03-%- bzw. 0,002-%-Zurechnung entfällt dann vollständig.

Wichtig
Ob eine erste Tätigkeitsstätte vorliegt, richtet sich nach der arbeitsrechtlichen Zuordnung durch den Arbeitgeber und den tatsächlichen Tätigkeitsumfang (§ 9 Abs. 4 EStG). Im Zweifel prüft das Finanzamt den Einzelfall.

1-%-Regel oder Fahrtenbuch?

Statt der Pauschale kann der private Nutzungsanteil über ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch nach den tatsächlichen Kraftfahrzeugkosten ermittelt werden (§ 8 Abs. 2 Satz 4 EStG). Versteuert wird dann nur der Anteil, der auf die tatsächlichen Privatfahrten entfällt.

1-%-Regelung lohnt sich, wenn:

  • Hoher privater Nutzungsanteil
  • Niedriger bis mittlerer Listenpreis
  • Wenig Aufwand gewünscht

Fahrtenbuch lohnt sich, wenn:

  • Hoher Bruttolistenpreis
  • Geringe private Nutzung
  • Lückenlose Aufzeichnung möglich

Firmenwagen für Selbstständige

Bei Selbstständigen gehört der Firmenwagen zum Betriebsvermögen. Die private Nutzung wird als Entnahme ebenfalls nach der 1-%-Regelung oder per Fahrtenbuch bewertet. Voraussetzung für die 1-%-Regelung ist eine betriebliche Nutzung von mehr als 50 %(§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG). Liegt die betriebliche Nutzung zwischen 10 % und 50 %, ist die private Nutzung mit den tatsächlichen Kosten anzusetzen.

Angestellte vs. Selbstständige
Der Rechner oben bildet die Sicht von Arbeitnehmern ab (geldwerter Vorteil als Arbeitslohn). Selbstständige nutzen dieselben Prozentsätze, ordnen die Beträge aber als Entnahme bzw. Betriebseinnahme zu.

Häufige Fragen zum Firmenwagen versteuern

Darf ein Arbeitnehmer den Firmenwagen privat nutzen, ist dieser Vorteil als Arbeitslohn zu versteuern (geldwerter Vorteil). Nach der 1-%-Regelung werden pro Monat 1 % des inländischen Bruttolistenpreises angesetzt (§ 8 Abs. 2 Satz 2 i. V. m. § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG). Für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte kommen 0,03 % des Bruttolistenpreises je Entfernungskilometer und Monat hinzu (§ 8 Abs. 2 Satz 3 EStG).

Geldwerter Vorteil pro Monat = 1 % des Bruttolistenpreises (auf volle 100 € abgerundet) für die Privatnutzung plus 0,03 % des Bruttolistenpreises je Entfernungskilometer für den Arbeitsweg. Beispiel: 50.000 € Bruttolistenpreis, 30 km einfache Entfernung: 500 € + 450 € = 950 € geldwerter Vorteil pro Monat.

Bei 50.000 € Bruttolistenpreis und 20 km Arbeitsweg beträgt der geldwerte Vorteil 800 € im Monat: 1 % von 50.000 € = 500 € für die Privatnutzung, plus 0,03 % × 50.000 € × 20 km = 300 € für den Arbeitsweg (§ 8 Abs. 2 EStG). Diese 800 € werden dem Bruttolohn zugerechnet und versteuert. Bei einem reinen E-Auto wird der Listenpreis geviertelt (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG) – dann sind es nur 200 € im Monat.

Ja. Firmenwagen und Dienstwagen sind steuerlich dasselbe – der Gesetzgeber spricht in § 8 Abs. 2 EStG schlicht vom Kraftfahrzeug, das der Arbeitgeber überlässt. Für den geldwerten Vorteil gelten in beiden Fällen dieselben Regeln: 1 % des Bruttolistenpreises pro Monat, 0,03 % je Entfernungskilometer für den Arbeitsweg, wahlweise das Fahrtenbuch und die Viertelung bei Elektrofahrzeugen bis 100.000 € Bruttolistenpreis.

Der geldwerte Vorteil erhöht das steuer- und sozialversicherungspflichtige Brutto – ein Firmenwagen kostet deshalb mehr als nur Steuer. Beispiel: 4.000 € Bruttogehalt, Steuerklasse I, 50.000 € Bruttolistenpreis, 30 km Arbeitsweg. Ohne Firmenwagen bleiben 2.606 € netto, mit Firmenwagen 2.155 € – der Wagen kostet also 451 € netto pro Monat (244 € Steuern, 207 € Sozialabgaben). Der Rechner oben zeigt beide Werte für Ihre Steuerklasse.

Ja. Für reine Elektro-Firmenwagen (0 g CO₂/km) wird der Bruttolistenpreis nur zu einem Viertel angesetzt – effektiv 0,25 % statt 1 % pro Monat – sofern der Bruttolistenpreis 100.000 € nicht übersteigt (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 Nr. 3 EStG). Für Plug-in-Hybride und teurere E-Autos gilt die Halbierung (0,5 %).

Ja. Obwohl der Arbeitsweg über die 0,03-%-Regel versteuert wird, darf zusätzlich die Entfernungspauschale (Pendlerpauschale) als Werbungskosten abgesetzt werden. 2026 beträgt sie einheitlich 0,38 €/km ab dem ersten Kilometer; bei Nutzung des Firmenwagens gilt die Deckelung auf 4.500 € nicht (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG). Eingetragen wird sie in der Anlage N.

Die 1-%-Regelung ist einfach, aber pauschal. Alternativ kann der private Nutzungsanteil über ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch nach den tatsächlichen Kfz-Kosten ermittelt werden (§ 8 Abs. 2 Satz 4 EStG). Das Fahrtenbuch lohnt sich vor allem bei hohem Bruttolistenpreis und geringer privater Nutzung.

Nein. Der 0,03-%-Zuschlag gilt nur für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (§ 8 Abs. 2 Satz 3 EStG). Wer keine erste Tätigkeitsstätte hat – etwa im Außendienst mit wechselnden Einsatzorten (§ 9 Abs. 4 EStG) – versteuert nur die 1-%-Privatnutzung. Bei wenigen Bürotagen ist zudem die 0,002-%-Einzelbewertung oft günstiger.

Quellen

  • § 8 EStG – Bewertung des geldwerten Vorteils (1-%-Regelung, 0,03 %, Fahrtenbuch).
  • § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG – Bruttolistenpreis, E-Auto-Viertelung (bis 100.000 €) und Hybrid-Halbierung.
  • § 9 EStG – Entfernungspauschale (0,38 €/km) und Definition der ersten Tätigkeitsstätte.
  • BMF-Schreiben vom 04.04.2018 (BStBl I 2018 S. 592) und vom 03.03.2022 (BStBl I 2022 S. 232) sowie R 8.1 Abs. 9 LStR – 0,03-%-Pauschale und 0,002-%-Einzelbewertung (max. 180 Fahrten/Jahr).

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